Uni Campus Bockenheim (FFM) – Projektarbeit

Bockenheim ist mit etwa 31.000 Einwohnern der bevölkerungsreichste Stadtteil Frankfurts und liegt innenstadtnah. Im Süden des Stadtteils befindet sich die Messe, im Osten ist Bockenheim noch durch die Frankfurter Universität geprägt, die 2015 jedoch umziehen wird.

Wegfall Uni Campus

bockenheim neuSollte der Uni-Campus Bockenheim komplett abgerissen werden, entstehen reisige Freiflächen, die knapp 700 m die Stadtteile Bockenheim und Westend-Süd trennen werden. Stehenbleiben würden nur die denkmalgeschützten Gebäude des Senckenbergmusuems und des anschließenden Jügelhauses. Im Norden bleiben das Bockenheimer Depot und das anschließende Druckereigebäude stehen.

Das Gebiet westlich des Uni-Campus weist innerhalb der geschlossenen gründerzeitlichen Bebauung wenig großflächige Grünstrukturen auf.

Planungsgebiet:

In der Umgebung befinden sich jedoch größere Parks:

im Nordosten befindet sich der Palmengarten (ca 300m), welcher allerdings nicht frei zugänglich ist. Anschließend an den Plamengarten befindet sich der universitätsinterne Botanische Garten ( ca. 1000m ).

Weiter im Nordosten befindet sich der Grüneburgpark, der ca 700m entfernt ist. An der Senckenberganlage befindet sich ein Grünstreifen, der von der Bockenheimer Landstr. bis zur Friedrich-Ebert-Anlage führt.

Mängelplan

bockenheim m

Als Negativ zu Bewerten ist die Lärm Immission die hauptsächlich von den viel befahrenen Strassen auf der westlichen Seite in dem Gebiet, der Zeppelinallee und der Senckenberganlage sowie im nordöstlichen Bereich, der Aldalbertstraße und Gräfstrasse, auftritt. Zudem bilden diese Strassen zusammen mit dem Ende der Bockenheimer Landstrasse bauliche Barrieren zu den jeweils gegenüberliegenden Gebieten.

Ein weiterer Mangel bilden die Freiflächen. Zum einem die lieblos gestalteten Aufenthaltsflächen innerhalb des Uni-Campus und der Bockenheimer Warte sowie die öffentlich wenig genutzten Freiflächen ohne Aufenthaltsqualität.

Werteplan

bockenheim w

Als positiv zu bewerten sind die kulturellen Einrichtungen wie das Bockenheimer Depot und natürlich die Senckenberanlage.
Auch die Grünalagen, allen voran der Palmengarten und der Grünburgbark werten die ohnehin gute Lage der Viertels auf. Die nähe der Leipziger Strasse, ohne die Bockenheim nicht denkbar ist, ist ein weiterer Pluspunkt.

Ziele

Leitgedanke ist es das Gebiet als Ort des Wohnens, Arbeitens und des und des gesellschaftlichen Zusammenlebenslebens attraktiv machen.

Die Planungsziele sollen die vorherrschende Monofunktionalität der Region ablösen. Neue Wege der Multifunktionalität sollen beschritten werde – Von einem fast reinen Universitätsbereich zu einem Stadtquartier. Die Mischnutzung von Gewerbe, Wohnen, Infrastruktur und öffentlichen Räumen gilt es an dieser Stelle zu realisieren. Die Entwicklung der Zukunft Bockenheims lehnt sich dabei an vorhandenen Bebauungen und der angrenzenden Plätzen und Quartiere.

Der Fokus unserer städtebaulichen Entwicklung steht insbesondere die Bedeutung des öffentlichen Raumes als signifikantes Merkmal des Stadtteils. Zentrale Punkte bilden hierbei die Aufwertung von Wohnund Arbeitsqualität und die Schaffung von Grünflächen und öffentliche Flächen.

Ein neues Bewusstsein der stadtnahen Region sowie eine neues Miteinander der Anwohner sind für die
Entwicklung und die Zukunft des neuen Stadtquartiers unentbehrlich.

Zwischen dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt am Main existiert im Rahmen eines „Kulturvertrages“
die Verbindlichkeit, dass zu den verbleibenden denkmalgeschützten Gebäuden 330.000 qm Bruttogeschossfläche
für Neubauten entstehen.